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Jochen Bickert

Auf der Suche nach Wahrhaftigkeit und Frieden - Jochen Bickert über Aufstellungsarbeit und queere Lebensgeschichten

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Ist Aufstellungsarbeit Schauspielerei? Oder eine Art Friedensarbeit?

Im Gespräch mit Jochen Bickert sprechen wir über die Kraft der Aufstellungsarbeit, über queere Lebensgeschichten und darüber, wie wir durch das Verstehen unserer eigenen Geschichte mehr Verständnis für andere Menschen entwickeln können.

Jochen Bickert verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten: die Bühnenschauspielerei und die systemische Aufstellungsarbeit. Als Regisseur, Künstler und systemischer Coach beschäftigt er sich mit der Frage, was Menschen wirklich bewegt – jenseits äußerer Rollen und gesellschaftlicher Erwartungen.

Besonders am Herzen liegt ihm die Arbeit mit queeren Menschen, deren Erfahrungen von Ausgrenzung, Scham und der Suche nach Zugehörigkeit in klassischen Aufstellungsansätzen oft zu wenig Raum finden. Er erzählt, wie Aufstellungen helfen können, verborgene Zusammenhänge zu erkunden, neue Perspektiven zu gewinnen und wieder stärker mit sich selbst in Kontakt zu kommen.

Dabei geht es auch um die großen Fragen des Miteinanders: Was verbindet uns trotz unserer Unterschiede? Wie können wir schwierige Erfahrungen verstehen, ohne sie zu verdrängen? Und wo beginnt Frieden eigentlich?

Ein persönliches Gespräch über Wahrhaftigkeit, Verletzlichkeit und die Möglichkeit, im eigenen Leben mehr Verbindung zu schaffen – mit sich selbst und mit anderen.

Jochen Bickert, Systemaufsteller und Honorardozent für Biografiearbeit und Systemische Aufstellungen am WISPO

Jochen Bickert arbeitet als Sänger, Schauspieler, Sprecher, Moderator, Regisseur und Autor – und als Systemaufsteller und Coach. Diese Vielfalt sowie seine Neugier auf alle sich ihm bietenden Möglichkeiten sind sein großes Geschenk und begleiten ihn auf allen nächsten Schritten in seinem Leben.

So ist seine langjährige Erfahrung als Regisseur hilfreich für ihn als Coach, da er schnell und angstfrei komplexe Gruppen leiten und auf die psychischen Anliegen Einzelner eingehen kann, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

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Neben der Bühnentätigkeit habe ich mich schon immer für den Blick „über das Sichtbare hinaus“ interessiert. Die Innenschau mittels verschiedener Gesprächstherapieformen wie auch der Psychoanalyse schärften mein Verständnis für den Menschen genauso wie die Beschäftigung mit Homöo- und Osteopathie, Ayurveda und Yoga. Besonders das Erkennen und Wertschätzen der eigenen Hochsensibilität und Hellfühligkeit ist ein wichtiger Bestandteil meiner Coaching-Arbeit geworden, die auch der spirituellen Seite dieser Arbeit Raum gibt. Ab 1998 besuchte ich regelmäßig die Familienaufstellungsseminare von Dietrich Weth und Klaus Pfaff. 2007 führte mich dann mein Weg ans „Institut für energetische Wissenschaften“ (Köln/Venlo) für eine schamanische Ausbildung.

Den entscheidenden Schritt machte ich 2008, als ich mich in der ersten Ausbildungsgruppe von Helmut Meier (Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Systemische Psychotherapie-Chirotherapie, anerkannter Lehrtherapeut DGfS) zum Systemischen Berater/ Systemaufsteller ausbilden ließ. Die zweijährige, anerkannte Ausbildung habe ich 2011 mit einem Zertifikat des DGfS (Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen) abgeschlossen.

Seitdem biete ich Einzelsitzungen und Gruppenseminare an und halte Vorträge zum Thema Familienaufstellung. Ich biete auch online-Aufstellungen an. Seit Juni 2025 arbeite ich als Honorardozent bei WISPO/ Systemisches Zentrum im Bereich der Biografiearbeit/ Systemische Aufstellungen im Rahmen der Ausbildung  „Systemische Therapie & Beratung“.

Ein Fokus meiner Arbeit liegt bei auf der Unterstützung von HIV-Positiven und LGBTQIA*-Menschen, der ich regelmäßig mit verschiedenen Seminaren in der „Akademie Waldschlösschen“ (Reinhausen bei Göttingen) und mit einer Offenen Aufstellungsgruppe in der AIDS-Hilfe Frankfurt nachgehe.

Auch die künstlerische Projektentwicklung und Regie mithilfe der systemischen Methode sind Kernstücke meiner Arbeit.

Besonders die Ansätze von Prof. Franz Ruppert (mehrgenerationale Psychotraumatologie, Aufstellung des Anliegens) wie auch die Lebensintegrationsprozess-Methode von Wilfried Nelles finde ich inspirierend. Fortbildungen in Positiver Psychologie und Theaterpädagogik gaben mir ebenfalls neue Impulse. Darüberhinaus verstärkt sich meine spirituelle Anbindung kontinuierlich, die meine Hellfühligkeit auf mehreren Ebenen abruft und mich immer stärker als medialer Berater arbeiten lässt.

Das Beherrschen verschiedener Methoden, die ich individuell auf meine Klient*innen abstimme und in denen ich mich fortlaufend weiterbilde, erweist sich in meiner Arbeit immer wieder als sehr guter Weg. Dogmatik hingegen verstellt für mich eher den Weg zum phänomenologischen Sehen und Fühlen, der für diese Verstand, Gefühl und Daseinsebenen ideal verbindende Methode so wichtig ist.

Ich freue mich auf weitere Erfahrungen auf meinem Weg – und auf Sie als Klient*in! Vor Ort und online.

Zu meiner Homepage

 

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Die Inhalte dieses Online-Kongresses dienen ausschließlich der Information und der persönlichen Weiterentwicklung. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keinesfalls die Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt, Heilpraktiker oder eine andere medizinisch ausgebildete Fachkraft. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine entsprechende Fachperson.
Wir möchten betonen, dass die im Rahmen des Kongresses vertretenen Ansichten und Meinungen nicht in jedem Fall die Meinung des Veranstalters widerspiegeln. Vielmehr ist es unser Anliegen, einen offenen Raum für unterschiedliche Perspektiven im Bereich der ganzheitlichen Gesundheit zu schaffen.
Daher nehmen wir keine inhaltlichen Kürzungen oder Zensuren vor und vertrauen auf die Selbstverantwortung der Zuschauerinnen und Zuschauer, sich aus den verschiedenen Beiträgen eine eigene Meinung zu bilden.